Eine kleine Kultur Geschichte
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Germanenzeit: viele Pflanzen, die im heutigen Speiseplan einen festen Platz haben, sind noch nicht entdeckt. Gewürze gibt es kaum. Sogar Salz ist rar und kaum zu bezahlen. Hirsebrei gestern, Hirsebrei heute, Hirsebrei morgen. Honig hat hier eine herausragende Bedeutung als Gaumenfreude. Und Met: Met ist das Festgetränk unserer Vorfahren. Als Medhu oder Mathu wird er bezeichnet und findet schnell Verbreitung im europäischen Raum und bis nach Indien. Die Römer fallen in Germania ein bei einem römischen Gelage kaum an einer Köstlichkeit fehlt, nimmt Met bei den Genießern auch hier einen Ehrenplatz ein.  Dieses alles ist Geschichte. Vieles ist vergessen worden. Unter Met kann man sich heute kaum mehr etwas vorstellen. Wir möchten Sie mit der alten Tradition wieder verbinden.  Vom Prinzip her ist die Metherstellung einfach. Honig, mit Wasser verdünnt, gärt spontan, es entsteht Alkohol und nach einigen Wochen ist der Met fertig vergoren und kann dann, wenn auch noch trüb, genossen werden.   Wie man aber bei der Herstellung von Traubenwein unendlich viele Sorten ausbauen kann, so ist dieses auch bei der Metbereitung möglich. Großen Einfluß auf den Met-Geschmack haben Honigsorte, Resthoniggehalt, Alkoholgehalt, Hefesorte und Säureanteil.  Bei der Metbereitung wird nur Honig verwendet, der den hohen Anforderungen des deutschen Lebensmittelgesetzes gerecht wird. Die Honigsorten werden in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander herangezogen. Eine leichte Restsäure steigert den Metgenuß. Und was in einem edlen Met nichts zu suchen hat, das wird nicht dazu getan, wie Farbstoffe, Würzmittel und Aromastoffe.  Nur so können sich die feinen Aromen,die dem Honig eigen sind, durch die Gärung voll entwickeln. In der Metflasche finden Sie letztendlich ein großes Stück Natur.   Überhaupt steht Natur bei unserem Met obenan. Um Met zu erzeugen braucht man keine pflanzlichen Monokulturen, aus denen man die Getränkegrundstoffe erzeugt. Um Honig zu gewinnen, fliegt die Biene von Blüte zu Blüte, sammelt feinste Tröpfchen von Nektar und bestäubt gleichzeitig Millionen von Pflanzen.  Der Biene ist es zu verdanken, daß viele von Aussterben bedrohte Pflanzen überhaupt noch erhalten bleiben. Viele Tiere besonders Vögel, ernähren sich von Beeren, die erst durch die Blütenbestäubung der Biene entstanden sind.   Wie Sie leicht erkennen können, steckt in Met eine ganze Menge Natur- und Kulturgeschichte.  Dieses wollten wir auch bei der Gestaltung dieser Geschichte herausstellen. Vielleicht laden Sie Ihre Freunde einmal zu einem Germanenabend mit Met ein und erfahren so einige Freuden unserer Urahnen. Wir kennen keinen schöneren Weg, Geschichte zu studieren